Mobiles Usability-Labor: Der Daimler UX-Truck

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Mobiles Usability-Labor: Der Daimler UX-Truck

Wie wäre es, wenn man kurz einmal ein Usability Labor zur Hand hätte? Eines, das für das Projekt ein paar Tage in der Firmeneinfahrt steht. Diese Möglichkeit hat sich Daimler mit einem mobilen Usability Labor geschaffen. Das Labor war zu Gast an der Hochschule der Medien in Stuttgart und Jan Brecht, CIO von Daimler, hielt einen spannenden Vortrag zur Digitalisierung.

Das mobile User Experience (UX) Labor von Daimler

Schick sieht er aus, der UX Truck von Daimler. Doch was darin ist, lässt das Herz eines jeden Usability und User Experience Experten höher schlagen. Ein vollständig eingerichtetes Labor, das für verschiedene Testszenarien geeignet ist. Der Truck kann vor Ort erweitert werden, so dass er innen erstaunlich geräumig ist. So bietet er auch bei größeren Testszenarien auch mal 14 Personen einen Platz. er ist in drei Bereiche aufgeteilt.

Die Lounge im Eingangsbereich mit echter Mooswand lädt zum Entspannen ein und hilft Testteilnehmern bei einem Kaffee aus der Bar die Scheu vor dem Test zu überwinden. Der große Testraum bietet Platz für die Arbeit am Tisch, aber auch für kreative Workshops im kleinen Kreis. Die Wände erlauben die Visualisierung von Ideen und machen aus dem Truck ein Design-Labor. Das Licht im Testraum kann elektronisch an die Erfordernisse angepasst werden. Gleich mehere Kameras liefern Bilder in den Regieraum. Dieser ist modern ausgestattet. Im Truck können auch Tests mit Eyetracking durchgeführt werden.

Der Truck wird bei Daimler nicht nur mobil eingesetzt. Steht er an seiner Heimatbasis, wird er auch als Test-, Besprechungs- und Arbeitsraum genutzt. Er spart damit eine feste Immobilie ein und hat den großen Zusatznutzen bei Bedarf an allen Standorten von Daimler verfügbar sein.

Damiler-CIO Jan Brecht: Es gibt nur ein digitales Geschäftsmodell

In seinem Vortrag betonte Daimler-CIO Jan Brecht den massiven Wandel in der Industrie. Klassische Geschäftsmodelle werden durch digitale überholt. „Es gibt nur ein digitales Geschäftmodell“ so Jan Brecht. Nämlich sich zwischen Anbieter und Kunden zu setzen. Die Herausforderungen der Digitalisierung müssen sich natürlich auch in den Veränderungen in der IT niederschlagen. Für die IT-Mitarbeiter von Daimler bedeutet das unter anderem „Closer to Code“ als Schlüssel. Das bedeutet jedoch nicht, dass Mitarbeiter zwingend selbst coden sollen – sie sollen nur verstehen was dort passiert und nicht nur die Verwalter von Dienstleistern sein. Das Verstehen der Probleme rückt in den Fokus. Auch der Wunsch nach kleineren und damit schlagkräftigeren Teams steht auf der Agenda. Nicht immer sei laut Brecht ein großes Team die beste Wahl. Ein Team sollte seiner Meinung nach so groß sein, dass es mit zwei Pizzen auskommen kann.

2018-04-27T12:00:56+00:00April 27th, 2018|